Die Sandmühle, Wassermühle in Duisburg Huckingen

Die Sandmühle damals
Die Geschichte der Sandmühle ist trotz zahlreicher Urkunden nur lückenhaft bekannt. Die früheste Urkunde, die über eine Sandmühle in Huckingen berichtet, stammt aus dem Jahre 1448. Sie ist in einer Abschrift des 16. Jahrhunderts überliefert. Es wird darin berichtet, dass die Sandmühle den Herzögen von Jülich und Berg gehörte, bis sie von den Vorfahren Herzog Gerhards von Jülich und Berg den Vorfahren von Hermann von Winkelhausen überlassen wurde. 1551 erhielt Johann von Winkelhausen die Mühle als Ehesteuer von seinem Onkel Hermann. Später ging sie in das Eigentum der Grafen von Hatzfeldt über. Im Jahre 1927 fiel sie an die Grafen von Spee, denen auch die benachbarten Güter gehörten. In den 50er Jahren wurde die Mühle Eigentum der Stadt Duisburg. Aus spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Quellen wissen wir, dass für die Sandmühle ein Mühlzwang bestand, d.h. die Bauern der umliegenden Dörfer waren gezwungen, ihr Getreide nur in dieser Mühle mahlen zu lassen.
 


Die Sandmühle heute
Spätestens in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erhielt die Sandmühle ein zweites Wasserrad. Beide Wasserräder wurden um 1913 durch eine Turbine ersetzt, wie sie damals bei Modernisierungen wegen ihrer höheren Effektivität verwendet wurden. Ab 1927 musste die Mühle elektrisch betrieben werden, weil das Angerbett neben der Mühle - nach Begradigung und Umlegung der Anger auf die andere Seite der Düsseldorfer Landstraße - ausgetrocknet war. Bis zum Jahre 1956 wurde in der Sandmühle Korn gemahlen. Damals verließ der letzte Müller die Mühle. Mehr Informationen erhalten Sie aus dem unten aufgeführten Band bei uns oder unter: Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege Sonnenwall 73 47049 Duisburg